Die Zukunft der Arbeit – Interview mit Sebastian Grassl  

IInterview: Sebastian Grassl, Leiter Partner Business & Development, Microsoft Deutschland GmbH 

Die Zukunft der Arbeit: Was müssen Führungskräfte leisten? Wie profitieren Arbeitnehmer von New Work? 

Kaum jemand versteht mehr von diesen Themen als Sebastian Grassl. Denn er unterstützt gemeinsam mit seinem Team tagtäglich 30.000 Microsoft Partner. Und er erlebt dabei unmittelbar die zentralen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft. Ob Digitalisierung, Unternehmenskultur, Battle for Talents oder modernes Arbeiten; wer meistert die Herausforderungen? 

Wir haben Sebastian im Lernhelden.online – Blog interviewt.  

Lernhelden: Du hast das Ohr am Markt – wie verändert sich die Arbeitswelt gerade?  

Sebastian: Die Veränderungen der Arbeitswelt sind Herausforderung und Chance zugleich: Innovations- und Produkt-Lebenszyklen verkürzen sich.  Dadurch steigen die Anforderungen an Agilität und Geschwindigkeit in allen Branchen und Geschäftsfeldern. Wenn Unternehmen ihre Prozesse, Technologien und die Unternehmenskultur auf diese neue Situation ausrichten, sichern sie sich erhebliche Wettbewerbsvorteile.  

Gleichzeitig ändern sich die Anforderungen der Mitarbeiter*innen an ihre Unternehmen. Sie erwarten einen modernen, flexiblen Arbeitgeber. Dieser soll bestenfalls die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Maßnahmen wie Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice nicht nur ermöglichen, sondern fördern. Konsequentes Lernen und Weiterbilden stehen dabei ganz oben auf der Tagesordnung.  

Lernhelden: Was macht New Work für Dich aus?  

Sebastian: New Work ist die Antwort auf die veränderte Berufswelt und beschreibt eine Arbeitsweise, die Digitalisierung konsequent als Chance nutzt – technologisch wie kulturell. Wir bei Microsoft arbeiten schon seit längerer Zeit mit Vertrauensarbeitsort und Vertrauensarbeitszeit. Sprich, wir können arbeiten, wann und wo wir wollen. In unserer Unternehmenskultur ist das selbstverständlich und ermöglicht es, den Arbeitsalltag nach unseren individuellen Bedürfnissen zu gestalten – und damit das Beste aus uns herauszuholen. Damit ist Neues Arbeiten heute eine wichtige Rahmenbedingung für unternehmerischen Erfolg: Es macht Arbeitgeber attraktiv für die besten Köpfe.  

Lernhelden: Was bedeutet das für Führungskräfte?  

Sebastian: Führungskräfte sollten sich nicht nur auf das einmal Gelernte und jahrelang Erprobte verlassen. Agilität, Kreativität, Lernbereitschaft und ein echtes Interesse an Menschen sind meines Erachtens essenziell, um zukünftig erfolgreich am Markt bestehen zu können. Nur wenn wir uns kontinuierlich weiterentwickeln, können wir den Bedürfnissen der Kunden gerecht werden.  

Lernhelden: Wenn Du sagst „Leadership und Mensch im Mittelpunkt“, wie gehst Du selbst als Führungskraft damit um?  

Sebastian: Zunächst gilt für mich das Prinzip „People First“. Das heißt konkret: Nicht Tools, Prozesse oder Kennzahlen sind der Ausgangspunkt von Allem, sondern die Mitarbeiter*innen. Was sind die Stärken meines Teams? Wie können wir optimal zusammenarbeiten? Haben die Mitarbeiter*innen Spaß am Erfolg? Fühlen sie sich zugehörig?

Wir kennen das aus eigenem Erleben: Die besten Ergebnisse erzielen wir, wenn wir uns wohl fühlen. Und da die Lebenssituation für jeden anders aussieht, braucht man Empathie. Als Führungskraft sollte man die Fähigkeit haben, sich auf die individuellen Bedürfnisse der Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen einzulassen.  

Dazu gehören eben auch ein konsequentes Zuhören und Lernen: Was können wir anders, was besser machen? Wo kann ich persönlich besser werden? Wie das Team besser unterstützen? Das sind Leitfragen für mich. Und natürlich steht und fällt am Ende alles mit der Umsetzung. Nur wenn man seine Erkenntnisse auch lebt und Veränderungen anstößt, kommen am Ende exzellente Ergebnisse heraus.  

Lernhelden: Wechseln wir den Blickpunkt. Was bedeutet New Work für die Mitarbeitenden?  

Sebastian: Die Situation ist eigentlich sehr ähnlich: Mitarbeiter*innen müssen bereit sein, an sich zu arbeiten, sich weiterzuentwickeln, Neues zu wagen und dabei auch innovative Technologien nutzen. Eine gesunde Portion Neugierde kann da nicht schaden. Mitarbeiter*innen sollten sich auch bewusst sein, dass sie selbst Verantwortung für ihre persönliche und berufliche Weiterentwicklung tragen. Dann investieren sie gerne Zeit und Aufwand in ihre berufliche Zukunft. Und wer sich selbst ermächtigt, steigert Freude und Erfolg im Job. Wir haben mit den neuen Arbeitsformen mehr Freiheiten gewonnen, tragen aber auch mehr Verantwortung – für das Team und uns selbst.  

Lernhelden: Wie organisieren sich Microsoft Partner? Welchen Handlungsbedarf siehst Du?  

Sebastian: Da Unternehmen im Microsoft Partnernetzwerk tagtäglich mit innovativen Technologien arbeiten, ist die Bereitschaft für modernes Arbeiten und Digitalisierung natürlich groß. Ich selbst erlebe viele inspirierende Impulse abseits von reinen Technologiethemen – etwa Diversity und Inklusion, Unternehmenskultur und Leadership.  

Viele Partnerunternehmen haben eigene Weiterbildungskonzepte für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte, um gezielt Soft Skills aufzubauen. Denn sie haben erkannt, dass unsere gemeinsamen Kunden bei der Digitalen Transformation nicht nur nach Managed Services und Infrastruktur fragen. Im Fokus sind vielmehr Hilfestellungen bei der kulturellen Transformation und beim Change Management. Unser CEO Satya Nadella hat mal gesagt: „To serve the world, we must represent the world.” Das gilt nicht nur für uns als Microsoft, sondern ist auch ein Erfolgsfaktor unserer Partner.  

Lernhelden: Welche Maßnahmen und Schritte würdest Du empfehlen?  

Sebastian: Ich empfehle, das Thema „People & Culture“ fest als Erfolgsfaktor und Priorität zu verankern und kontinuierlich zu evaluieren. Daraus ergibt sich, welche Weiterentwicklungsangebote für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte den Erfolg des Unternehmens nützlich unterstützen. Denn wer erfolgreich im Wettbewerb agieren und im „Battle for Talents“ die Nase vorne haben will, muss aktiv sein: Unternehmenskultur, Prozesse und Technologien überprüfen, erneuern und vor allem seine Mitarbeiter*innen 100 prozentig „empowern“. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen sind Angebote wie die Lernhelden.online der perfekte Startpunkt in die neue Arbeitswelt.  

Lernhelden: Und persönlich, was hat Dich vorangebracht?  

Sebastian: Ich habe das große Glück, in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem der Satz „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ wirklich stimmt. Wenn man seine Aufgaben mit Energie, Leidenschaft und Spaß angeht und diese dann auch gemeinsam mit inspirierenden Kolleg*innen erfolgreich umsetzen kann, dann ist der Grundstein für Erfolg eigentlich gelegt. Wer dabei immer einen Blick auf die persönliche Weiterentwicklung hat, bleibt am Puls der Zeit und gestaltet den Erfolg mit.

Außerdem bin ich mit Optimismus, Zuversicht und Humor immer gut vorangekommen. Ich konzentriere mich vor allem auf die Chancen und positiven Seiten einer Aufgabe; auch wenn es mal nicht optimal läuft. Und drittens suche ich proaktiv die Nähe von Menschen, von denen ich lernen kann und die mich inspirieren.   

Lernhelden: Sebastian, herzlichen Dank für Deine Inspirationen und das Interview. Es lebe das persönliche Wachstum!  

Weiterführende Informationen  

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